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Die Bedeutung der Barrierefreiheit im digitalen Kontext

 

Das oft als lästig empfundene Feature entpuppt sich immer mehr als massenkompatible Innovationsquelle. Denn neben visueller Mensch-Maschine-Interaktion sind auch Sprache, Audio und Berührung wichtig für das User-Experience-Design. Technologie und Barrierefreiheit sind viel diskutierte Themen, die in der Praxis allerdings meist nicht zusammenfinden.
Vermutlich deshalb, weil es immer noch Unsicherheiten darüber gibt, wie barrierefreie Webseiten umgesetzt werden. Gleichzeitig hat sich in vielen Köpfen der Gedanke festgesetzt, dass Barrierefreiheit das ästhetische Design der eigenen Webseite beeinträchtigen könnte.

Dabei laufen Barrierefreiheit und Design oft Hand in Hand und verstärken sich gegenseitig. Denn eine gute barrierefreie Seite ist auch stark auf die User Experience optimiert.

Ziel der Entwicklung und Gestaltung einer Website oder App ist es,  Struktur, Inhalt und Design nach den Standards der barrierefreien Entwicklung auszurichten und die Nutzung von unterstützenden Technologien (z. B Screenreader) zu berücksichtigen. Somit wird die Entwicklung von Informationstechnik ermöglicht, welche sowohl Menschen mit Beeinträchtigungen einen barrierefreien Zugang ermöglicht, als auch die User Experience für die bereits bestehenden Nutzer verbessert.

 

Barrieren im digitalen Umfeld

In Deutschland bestehen neben vielen technisch orientierten Barrieren, die in der Regel durch die Einhaltung von Webstandards überwunden werden können, sehr viele individuelle Barrieren. Gehörlose Menschen zum Beispiel können oft gut lesen, wenn sie jedoch mit Gebärdensprache aufgewachsen sind, ist die gesprochene und geschriebene Sprache eine Fremdsprache.
Doch Barrieren bestehen nicht nur für die ca. 80 Millionen Europäer mit Behinderungen. Auch temporäre Einschränkungen, wie z.B. ein Gipsarm, eine zu hohe Sonneneinstrahlung auf dem Handy-Display oder zu geringen Sprachkenntnisse, stellen im Alltag für viele Menschen Barrieren dar.

 

  • Technische Einschränkungen: 
    Inhalte einer Website sind nicht für die Ausgabe durch assistive Hilfsmittel geeignet; keine oder nicht-funktionstüchtige Lautsprecher; Verwendung älterer Browser oder Text-Browser
  • Einschränkungen des Sehens: 
    leichte bis starke Sehschwäche – kontrastarme Inhalte sowie Formen sind kaum wahrnehmbar / erkennbar; Blindheit; Farbsehschwächen (z.B. Rot-Grün-Schwäche); Temporäre Beeinträchtigung des Sehens (entzündetes oder verletztes Auge etc.)
  • Einschränkungen des Hörens: 
    Taubheit; Temporäre Beeinträchtigung des Gehörs
  • Motorische Beeinträchtigungen: 
    gebrochene oder fehlende Körperteile etc.; diverse körperliche Einschränkungen

Um diese Barrieren zu erkennen und abzubauen, existieren Empfehlungen und Richtlinien, für die Entwicklung und Gestaltung von Informationstechnik.

 

Was bedeutet barrierefreies Design?

Unter einer barrierefreien Informationstechnik versteht man ein Angebot, das ohne zusätzliche Installationen oder (technische) Einschränkungen für jeden zugänglich ist. Der Begriff der Barrierefreiheit bezieht sich also nicht nur auf Menschen mit physischen und / oder psychischen Beeinträchtigungen, sondern generell auf jeden Benutzer des Angebots.

Beispielsweise soll der Besucher einer Website unabhängig seiner persönlichen und technischen Einschränkungen (Barrieren) alle Inhalte ohne Probleme lesen und auch die Interaktionsmöglichkeiten nutzen können. Die Herausforderung besteht allerdings darin, allen Anforderungen der Barrierefreiheit und gleichzeitig auch den Bedürfnissen der Benutzer, ohne jegliche Einschränkungen, gerecht zu werden. Die barrierefreie Website sollte dementsprechend sowohl für Sehende optisch ansprechend sein, als auch für Menschen, die auf technische Hilfsmittel angewiesen sind, zugänglich sein. 

Bei Barrierefreiheit geht es also nicht um Kompromisse bei der Gestaltung, damit Menschen mit Beeinträchtigungen das digitale Produkt auch nutzen können. Vielmehr geht es darum, dass Accessibility-Richtlinien bei der Gestaltung und Realisierung helfen, digitale Produkte zu entwickeln, die von allen Menschen leichter verstanden und einfacher bedient werden können.

Usability - Hilfreich und Komfortabel für jeden

Für 100% Ihrer Besucher ist Barrierefreiheit im Web hilfreich.
Barrierefreiheit bedeutet hohe Benutzerfreundlichkeit. Die einfache und intuitive Bedienbarkeit hilft allen Usern, denn auch bei hohen Kontrasten sind barrierefreie Inhalte immer gut lesbar – z. B. auf dem Smartphone bei Sonneneinstrahlung.

Für 30% ist es notwendig.
Eine barrierefreie Website hilft Menschen mit Sehbehinderung. Einfache Texte sind für Nicht-Muttersprachler und Menschen mit geringen Lesekompetenzen und Schriftvergrößerungen für Menschen mit Konzentrationsschwäche gedacht. Ungefähr 750.000 Menschen sind in Deutschland betroffen.

Für 10% ist es unverzichtbar.
7,5 Millionen Menschen in Deutschland haben eine anerkannte Schwerbehinderung. Sie nutzen das Internet mit überdurchschnittlicher Intensität und sind eine besonders relevante Gruppe von Online-Kunden. Für ihren Zugriff nutzen sie beispielsweise die reine Tastatursteuerung, Braillezeilen, Sprachausgabe oder Joysticks. Eine barrierefreie Website wird entsprechend gestaltet.

 

Richtlinien für barrierefreies Design

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind die weltweit geltenden Standards des World Wide Web Consortium (W3C). Die WCAG sind Richtlinien für alle auf Entwicklerseite beteiligten Interessengruppen (Redakteure, Web-Developer etc.), welche Produkte entsprechend der Barrierefreiheit erstellen. Sie werden von der Web Accessibility Initiative (WAI), einer speziellen Arbeitsgruppe des W3C, aufgestellt.

Die Richtlinien der WAI stellen dabei keine rechtliche Verpflichtung dar. Sie sollen lediglich als Vorlage für entsprechende nationale Bestimmungen, wie die der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) in Deutschland dienen.

Seit 2002 ist in § 3 des Deutschen Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) festgelegt, dass Web-Angebote barrierefrei zu gestalten sind. Die BITV – seit 2011 BITV 2.0 – ist als Ergänzung des Gesetzes zu verstehen und basiert auf den Richtlinien des W3C. Sie soll bewirken, dass Informationstechniken für Menschen mit Beeinträchtigungen jeglicher Art zugänglich sind:

 

  • wahrnehmbar: Informationen müssen dem Nutzer so präsentiert werden, dass er sie auch wirklich wahrnehmen kann.
  • bedienbar: Alle Komponenten der Benutzeroberfläche und der Navigation müssen voll-funktionsfähig sein.
  • verständlich: Informationen und Bedienung der Benutzeroberfläche müssen leicht zu verstehen sein.
  • robust: Inhalte müssen "robust genug sein", um zuverlässig von assistierenden Techniken interpretiert werden zu können.

 

Potentiale eines barrierefreien Designs

Über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus, bietet ein barrierefreies Webdesign Potentiale, die Vorteile für Besucher und Anbieter einer Website gleichermaßen bereithalten. Neben der Wirkung als Qualitätssiegel unterstützen barrierefreie Web-Angebote bei der Abgrenzung der eigenen Webpräsenz von anderen Unternehmen und besitzen zudem technische Vorteile. Barrierefrei designte Produkte sind oft intuitiver und einfacher zu benutzen als Lösungen, die nur für die Masse konzipiert wurden. Einfach aus dem Grund, dass man sich von vornherein viel mehr Gedanken über die Usability macht und öfter mit den tatsächlichen Endnutzern testet. So können Ladezeiten optimiert und Inhalte verständlich und prägnant beschrieben werden. Außerdem schließt ein universelles Design alle Nutzergruppen ein und sorgt damit häufig für den Ausbau eines lohnenden Vertriebs- und Marketingkanals.

 

  • Erreichen Sie mehr Menschen
    Wenn Sie Ihre Website barrierefrei gestalten, erreichen Sie eine breitere Zielgruppe und damit auch mehr potenzielle Kunden. Barrierefreies Internet ist wichtig in einer Gesellschaft, die sich schnell verändert.
  • Steigern Sie die Zufriedenheit Ihrer Website-Besucher
    Usability ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Website. Denn nur eine gute Bedienbarkeit macht Ihre Inhalte für alle verfügbar und die User zufriedener.
  • Erhöhung der Reichweite
    Suchmaschinen belohnen die Zugänglichkeit von Websites: Denn bei Google & Co. wird Ihre Online-Präsenz auf der ganzen Welt leichter zu finden sein.
  • Vorbildfunktion übernehmen
    Die gesetzlichen Anforderungen an die Zugänglichkeit von Websites werden immer anspruchsvoller. Investieren Sie in eine barrierefreie Website und zeigen Sie, wie erfolgreich Sie sind!
  • Förderung der digitalen Beteiligung
    Mit Ihrer barrierefreien Online-Präsenz zeigen Sie, dass soziale Verantwortung wichtig ist. Tragen Sie zur digitalen Teilhabe bei und erreichen Sie mit Hilfe von barrierefreiem Webdesign alle Menschen mit und ohne Behinderung.

 

 

Wie kann Design barrierefrei gestaltet werden?

 

Bei der Gestaltung von Websites gibt es viele Möglichkeiten, um das Lesen und Verstehen von Inhalten zu erleichtern und den Zugang für Menschen mit Behinderungen erheblich zu vereinfachen oder gar erst möglich zu machen. Dabei steht der Inhalt einer Website im Vordergrund, nicht das Layout. User sollen in der Lage sein, eine Website leicht zu finden. Entweder durch eine leicht zu merkende URL oder durch die Suchmaschine.

Bei der Erstellung barrierefreiere Websites sind zu beachtende Aspekte:

 

  • Struktur, Navigation und Orientierung
  • Flexible Darstellung
  • Schrift, Kontraste und Farben 
  • Verständlichkeit und Sprache
  • Verlinkungen 
  • Verwendung von Formularen
  • Die Nutzung von Alt-Tags

Mit uns zu einem barrierefreien Design für Ihre Website, App oder Software

 

  • Konzeption und Implementierung barrierefreier Webangebote
  • Planung und Gestaltung von Webangeboten mit Blick auf Usability und Accessibility
  • Technologische Realisierung barrierefreier Projekte
  • Einsatz eines eigenen, praxiserprobten Vorgehensmodell auf Basis der BITV-Normvorgaben

 

Wir bieten mittelständischen Unternehmen, Konzernen und öffentlichen Auftraggebern fundierte Beratung und durchdachte Leistungen zum Thema Barrierefreiheit. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

18.08.2020